Foul an Brasiliens Neymar Juan Zúñiga ist jetzt weltberühmt

Foul an Brasiliens Neymar Juan Zúñiga ist jetzt weltberühmt

Foul an Brasiliens Neymar: Juan Zúñiga ist jetzt weltberühmt
Bei der Wahl zum unbeliebtesten Spieler der WM hätte Juan Zúñiga gute Chancen: Sein Kniestoß beendete das Turnier für Brasiliens Neymar. Jetzt gibt es sogar Morddrohungen gegen Kolumbiens Abwehrspieler. mehr...
  • Reaktionen auf Neymar-Aus: "Wir werden für ihn beten"
  • Verletzter Superstar: Fifa untersucht Foul an Neymar
  • Neymars WM-Aus: Brasiliens Albtraum

    oul an Brasiliens Neymar: Juan Zúñiga ist jetzt weltberühmt

    Bei der Wahl zum unbeliebtesten Spieler der WM hätte Juan Zúñiga gute Chancen: Sein Kniestoß beendete das Turnier für Brasiliens Neymar. Jetzt gibt es sogar Morddrohungen gegen Kolumbiens Abwehrspieler.
    Übeltäter Zúñiga: Verwünschungen aus Brasilien Zur Großansicht
    AFP
    Übeltäter Zúñiga: Verwünschungen aus Brasilien
    SPIEGEL ONLINE Fußball
    Holen Sie sich zur WM unsere kostenlose Fußball-App!
    Für Ihr Android Phone!
    Für Ihr iPhone!
    Fortaleza - Womöglich wäre Juan Zúñiga gut beraten, sich bei Martin Taylor oder Kevin-Prince Boateng ein paar Tipps zu holen. Wie man damit umgeht, plötzlich Hassfigur einer Fußballnation zu sein. Kurzer Rückblick: Taylor brach mit einem Foul dem Kroaten Eduardo im Februar 2008 das Schien- und Wadenbein; Eduardo verpasste deswegen die Europameisterschaft, in einer Umfrage forderten 41 Prozent der Befragten eine lebenslange Sperre für Taylor. Boateng trat im englischen Pokalfinale Michael Ballack um, der deswegen nicht zur WM nach Südafrika fahren konnte und nie wieder ein Länderspiel bestritt.
    Seinerzeit war Boateng in Deutschland ähnlich beliebt wie Zúñiga nun in Brasilien. Beim WM-Viertelfinale zwischen den Gastgebern und Kolumbien war er an einem Drama beteiligt, in dem mehrere Rollen zu besetzen waren: Retter, tragischer Held und Bösewicht.
    Fotostrecke
    13  Bilder
    Neymars WM-Aus: Brasiliens Schock
    Als Retter Brasiliens kamen gleich mehrere Spieler in Frage: Thiago Silva etwa, der den Führungstreffer erzielte. Oder David Luiz, Silvas Partner in der Innenverteidigung, der auf 2:0 erhöhte. Auch an tragischen Helden gab es ein Überangebot. Kolumbiens James Rodríguez zum Beispiel, einer der besten Spieler des Turniers, der nach der Niederlage weinte. Oder aber Neymar, Brasiliens Superstar, der die Mannschaft mit seinen Toren ins Viertelfinale gebracht hatte - und dort aus dem Turnier gefoult wurde. Womit wir auch schon beim Schurken wären. Für diese Rolle kommt nach Ansicht vieler Brasilianer nur einer in Frage: Zúñiga, der kolumbianische Verteidiger, der in der 87. Minute Neymars Rücken mit dem Knie malträtierte, was für den 22-Jährigen einen Lendenwirbelbruch und das WM-Aus bedeutete.
    Der Shitstorm ließ nicht lange auf sich warten. "Ganz egal, welches Team du unterstützt - du hasst diesen Typen, weil er Neymars Weltmeisterschaft beendet hat", stand unter einem Bild Zúñigas, das sich über Twitter verbreitete.
    Unzählige Nutzer - zum großen Teil aus Brasilien - machten ihrer Wut auf den Kolumbianer unter den Hashtags #Zuniga und #ZunigaAsesino ("Mörder Zuniga") sowie auf Zúñigas Facebook-Seite mit teils heftigen Verwünschungen oder gar Morddrohungen Luft.

    Manche sprachen von einem "Attentat auf Neymar". Viele fanden es unverständlich, dass der Kolumbianer nicht einmal die gelbe Karte gesehen hatte - dieses Urteil teilt übrigens Ex-Schiedsrichter Urs Meier.
    Zúñiga selbst hatte sich nach dem Spiel für das Einsteigen gegen Neymar gerechtfertigt. "Als ich da reingegangen bin, habe ich an nichts Böses gedacht. Ich hoffe, dass er sich mit Gottes Hilfe wieder erholt", sagte er. "Es war ein normaler Kampf um den Ball, ich wollte ihm nichts tun."
    Damit wiederum konnte er bei weitem nicht alle Beobachter überzeugen. Fabio Cannavaro, Italiens Weltmeisterkapitän von 2006, sagte: "Ich glaube, man konnte die Situation nicht antizipieren." Er glaube sogar, "dass es Absicht war und er ihn verletzen wollte". Und auch das Urteil von Brasiliens Fußball-Legende Ronaldo war eindeutig. Seiner Ansicht nach sei Zúñigas Aktion nicht normal gewesen. Man habe auf den TV-Bildern gesehen, dass der Kolumbianer Schaden habe anrichten wollen.
    ulz/dpa/sid/AP
    copy http://www.spiegel.de/sport

Nenhum comentário:

Postar um comentário

Postagem em destaque

Ao Planalto, deputados criticam proposta de Guedes e veem drible no teto com mudança no Fundeb Governo quer que parte do aumento na participação da União no Fundeb seja destinada à transferência direta de renda para famílias pobres

Para ajudar a educação, Políticos e quem recebe salários altos irão doar 30% do soldo que recebem mensalmente, até o Governo Federal ter f...