06/06/2013 - 22:09
Entsetzen über tödliche Skinhead-Attacke in Paris
Paris (AFP)
Eine tödliche Skinhead-Attacke auf einen jungen Antifa-Aktivisten in
Paris hat in Frankreich Entsetzen ausgelöst. Der 18-Jährige erlag laut
Polizeiangaben am Donnerstag seiner schweren Verletzung, nachdem er am
Vorabend von einem Rechtsextremen brutal angegriffen worden war.
Tausende Menschen bekundeten am Donnerstagabend bei Kundgebungen ihre
Solidarität mit dem Opfer.
Die Tat ereignete sich am Mittwochabend in der Nähe des Bahnhofs Saint-Lazare. Laut Polizei und Augenzeugen schlug bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen ein Skinhead mit einem Schlagring den jungen Linksaktivisten Clément M. Dieser stürzte auf einen Poller. Im Krankenhaus wurde der Hirntod des 18-Jährigen festgestellt. Am Donnerstag wurde er dann für tot erklärt.
Im dem Viertel war laut Polizei am Mittwoch ein privater
Kleidungsverkauf organisiert worden, auf dem beliebte Marken von
Rechtsextremen und Linksextremen im Angebot waren. Am frühen Abend sei
es zwischen drei jungen Leuten aus der Skinhead-Szene, unter ihnen eine
Frau, und einer anderen Gruppe junger Leute zu Beschimpfungen und
Gerangel gekommen. Dann hätten die Skinheads den jungen Linksaktivisten
geschlagen.
Innenminister Manuel Valls zufolge war die Auseinandersetzung "politisch" motiviert. Im Verlauf des Donnerstags wurden sieben Verdächtige festgenommen, unter ihnen laut Valls der "wahrscheinliche Täter". Polizeiangaben zufolge gab der 20-Jährige bei einer ersten Vernehmung an, er habe M. nicht töten wollen. Laut Polizei gehören einige der Festgenommenen zum Umfeld des "harten Kerns" der rechtsextremen Gruppe Nationalistische Revolutionäre Jugend (JNR).
M. studierte an der Elite-Hochschule Sciences Po, er war in einer
Gewerkschaft und einer Antifa-Gruppe aktiv. Laut Polizeikreisen gehörte
er zudem einer linksextremen Gruppe an, die bewusst Konfrontationen mit
Rechtsextremen suchte.
Staatschef François Hollande sprach von einer "abscheulichen Tat", die er "auf das Schärfste" verurteile. Der Chef der konservativen Oppositionspartei UMP, Jean-François Copé, sprach von einer "barbarischen Aggression" und forderte die Auflösung aller extremistischen Gruppen, "linksextremistische wie rechtsextremistische". Regierungschef Jean-Marc Ayrault sagte, vom Faschismus oder Nationalsozialismus "inspirierte" Bewegungen müssten "zerlegt" werden.
Bei mehreren Kundgebungen wurde des Opfers gedacht, darunter am Sciences-Po-Gebäude. Am Tatort versammelten sich hunderte Menschen und riefen mit gehobener Faust die Linken-Parole "No pasarán" ("Sie werden nicht durchkommen"). Mehrere tausend Menschen folgten am Abend dem Aufruf linker Parteien und Gruppierungen zu einer Versammlung auf dem zentralen Platz Saint Michel. Zwei Freunde des Opfers stiegen auf den dortigen Brunnen und enthüllten ein Spruchband mit dem Text "Clément, 05.06.2013, für immer einer von uns".
Die Tat ereignete sich am Mittwochabend in der Nähe des Bahnhofs Saint-Lazare. Laut Polizei und Augenzeugen schlug bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen ein Skinhead mit einem Schlagring den jungen Linksaktivisten Clément M. Dieser stürzte auf einen Poller. Im Krankenhaus wurde der Hirntod des 18-Jährigen festgestellt. Am Donnerstag wurde er dann für tot erklärt.
Eine
tödliche Skinhead-Attacke auf einen jungen Linksaktivisten in Paris hat
in Frankreich Entsetzen ausgelöst. Der 18-Jährige war am Mittwochabend
von einem Rechtsextremen mit einem Schlagring geschlagen worden und auf
einen Poller gestürzt. Bei mehreren Kundgebungen in Paris wurde des
Opfers gedacht.
Innenminister Manuel Valls zufolge war die Auseinandersetzung "politisch" motiviert. Im Verlauf des Donnerstags wurden sieben Verdächtige festgenommen, unter ihnen laut Valls der "wahrscheinliche Täter". Polizeiangaben zufolge gab der 20-Jährige bei einer ersten Vernehmung an, er habe M. nicht töten wollen. Laut Polizei gehören einige der Festgenommenen zum Umfeld des "harten Kerns" der rechtsextremen Gruppe Nationalistische Revolutionäre Jugend (JNR).
Eine
tödliche Skinhead-Attacke auf einen jungen Antifa-Aktivisten in Paris
hat in Frankreich Entsetzen ausgelöst. Der 18-Jährige erlag laut
Polizeiangaben seiner schweren Verletzung, nachdem er am Mittwochabend
von einem Rechtsextremen mit einem Schlagring geschlagen worden und auf
einen Poller gestürzt war. Der junge Mann studierte an der
Elite-Hochschule Sciences Po, er war in einer Gewerkschaft und einer
Antifa-Gruppe aktiv. Dutzende Menschen versammelten sich vor dem
Sciences-Po-Gebäude.
Staatschef François Hollande sprach von einer "abscheulichen Tat", die er "auf das Schärfste" verurteile. Der Chef der konservativen Oppositionspartei UMP, Jean-François Copé, sprach von einer "barbarischen Aggression" und forderte die Auflösung aller extremistischen Gruppen, "linksextremistische wie rechtsextremistische". Regierungschef Jean-Marc Ayrault sagte, vom Faschismus oder Nationalsozialismus "inspirierte" Bewegungen müssten "zerlegt" werden.
Bei mehreren Kundgebungen wurde des Opfers gedacht, darunter am Sciences-Po-Gebäude. Am Tatort versammelten sich hunderte Menschen und riefen mit gehobener Faust die Linken-Parole "No pasarán" ("Sie werden nicht durchkommen"). Mehrere tausend Menschen folgten am Abend dem Aufruf linker Parteien und Gruppierungen zu einer Versammlung auf dem zentralen Platz Saint Michel. Zwei Freunde des Opfers stiegen auf den dortigen Brunnen und enthüllten ein Spruchband mit dem Text "Clément, 05.06.2013, für immer einer von uns".
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