Verdi kündigt bundesweite Warnstreiks an Flughäfen an

 
03/26 | 13:49 GMT
Reisende müssen mit Flugausfällen rechnen
Berlin/Hannover (AFP) - Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes hat die Gewerkschaft Verdi nun auch zu Warnstreiks an Flughäfen aufgerufen. Betroffen werden am Dienstagvormittag die Airports in Frankfurt am Main, Stuttgart, Düsseldorf, Köln-Bonn, Münster-Osnabrück und Dortmund sein, wie Verdi in Berlin ankündigte. An allen Flughäfen muss mit Verzögerungen bei der Abfertigung bis hin zu Flugausfällen gerechnet werden.
Dies sei "die letzte Warnung an die Arbeitgeber, die Tarifverhandlungen nicht eskalieren zu lassen", erklärte die Gewerkschaft. Gestreikt werden soll nach ihren Angaben etwa bei den Bodenverkehrsdiensten oder in der Gepäckabfertigung.
Verdi rechnet allein am Frankfurter Flughafen mit 2000 Teilnehmern. Insgesamt fallen beim größten deutschen Flughafen rund 14.000 Beschäftigte unter den maßgebenden Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD). Die Aktionen am Frankfurter Flughafen sollen bis etwa 14.30 Uhr dauern.
Streikende Krankenhausmitarbeiter in Kiel
Am Stuttgarter Flughafen sind vor allem die Bodendienste sowie die Feuerwehr betroffen. Dort werde die Arbeit zwischen 06.00 und 11.00 Uhr niedergelegt, kündigte Verdi an. Notdienste seien vereinbart. Verdi rechnet mit Auswirkungen auf den Flugverkehr.
Am Mittwoch und Donnerstag steht die dritte und entscheidende Verhandlungsrunde in Potsdam an. Verdi fordert 6,5 Prozent Entgelterhöhung. Zur Stärkung der unteren Einkommen soll die Steigerung mindestens 200 Euro betragen.
Mit neuen Warnstreiks erhöhte Verdi derweil den Einigungsdruck auf die Arbeitgeber. An den Arbeitsniederlegungen beteiligten sich der Gewerkschaft zufolge knapp 34.000 Beschäftigte. Die Proteste der Bediensteten in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg waren flankiert von zentralen Kundgebungen.
In Baden-Württemberg folgten nach Verdi-Angaben 20.000 Beschäftigte dem Aufruf der Gewerkschaft. Allein in Stuttgart versammelten sich mehr als 12.500 Streikende bei einer Kundgebung. In Kiel nahmen etwa 12.000 Beschäftigte an einer zentralen Demonstrationen teil und in Schwerin weitere 1500, wie der Verdi-Bezirk Nord mitteilte.copy : http://www.afp.com/

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